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Sieben Dinge, die du beim Kauf gebrauchter Spiele prüfen solltest

Von Vincenzo Migliore Aktualisiert am 4 Minuten Lesezeit

Loses Game Boy Modul ohne Verpackung, wie es bei uns zur Prüfung ankommt

Ein gebrauchtes Spiel zu kaufen ist keine grosse Sache, bis es eine wird. Die Hülle kommt an, die Disc hat einen Kratzer quer über die Datenseite, und im Inserat stand nur «guter Zustand». Oder das Modul startet, aber der Speicherstand ist nach dem Ausschalten weg, weil die Batterie im Inneren seit Jahren leer ist.

Das passiert nicht, weil gebrauchte Spiele schlecht sind. Es passiert, weil «gebraucht» für jeden etwas anderes heisst. Wer weiss, worauf er schaut, kauft jahrelang ohne eine einzige Enttäuschung. Hier ist, worauf wir schauen, bevor ein Spiel bei uns ins Regal darf.

Erstens, was überhaupt dabei ist

Der grösste Preisunterschied bei gebrauchten Spielen kommt nicht vom Zustand der Disc, sondern davon, was in der Hülle liegt. Ein Spiel nur als Disc oder Modul ist etwas ganz anderes als eines mit Hülle, Cover und Anleitung. Im Handel heisst das Zweite oft CIB, also komplett in der Originalverpackung.

Achte deshalb im Angebot zuerst darauf, ob Anleitung und Cover erwähnt werden, und nicht nur, ob es funktioniert. Wir schreiben das bei jedem Artikel explizit hin, weil es der Punkt ist, an dem später die meisten Rückfragen entstehen. Wie wir die Stufen genau benennen, steht auf Zustand richtig einschätzen.

Zweitens, die Batterie bei alten Modulen

Das ist der Punkt, den fast niemand kennt und der am meisten ärgert. Spiele für Game Boy, Super Nintendo oder Nintendo 64 speichern den Spielstand auf einer kleinen Knopfzelle im Modul. Diese Batterien halten ungefähr zwanzig bis fünfundzwanzig Jahre. Bei vielen Klassikern ist diese Zeit schlicht vorbei.

Das Spiel läuft dann noch einwandfrei, du kannst es durchspielen, aber beim Ausschalten ist alles weg. Das ist reparierbar, die Batterie lässt sich tauschen, und wir machen das hier selber. Aber du solltest wissen, ob es nötig ist, bevor du kaufst und nicht danach.

Drittens, die Region

Ältere Konsolen sind regional gesperrt. Ein amerikanisches Super Nintendo Modul passt nicht in eine europäische Konsole, und eine japanische PlayStation 1 Disc startet auf einem Schweizer Gerät nicht. Das ist kein Defekt, das ist Absicht des Herstellers von damals.

In Europa kommt dazu, dass sehr alte Titel manchmal in PAL langsamer laufen als das Original. Für die meisten spielt das keine Rolle. Wenn du aber gezielt ein bestimmtes Erlebnis suchst, lohnt es sich zu wissen, welche Fassung du vor dir hast.

Viertens, Kratzer sind nicht gleich Kratzer

Bei einer Disc entscheidet die Richtung. Feine Kreise, die der Bewegung der Disc folgen, sind meist harmlos, das ist normale Abnutzung im Laufwerk. Ein Kratzer, der quer von innen nach aussen geht, ist das Problem, weil er die Fehlerkorrektur an einer Stelle überfordert.

Bei Modulen zählt stattdessen die Kontaktleiste. Sind die goldenen Streifen gleichmässig blank, ist alles gut. Sind sie fleckig, grünlich oder stumpf, hatte das Modul Feuchtigkeit. Das lässt sich reinigen, aber es sagt auch etwas darüber, wo es gelagert wurde.

Fünftens, das Cover ist nicht nur Deko

Bei Spielen in Papphüllen, also bei fast allem vor der DVD Ära, ist das Cover der teure Teil. Ein vollständiges Modul mit Schachtel und Anleitung kann ein Vielfaches von dem sein, was das lose Modul kostet. Wenn du also überlegst, ob du die etwas teurere komplette Fassung nimmst, ist das nicht nur eine Frage der Optik. Es ist die Fassung, die ihren Wert hält.

Sechstens, wer haftet, wenn etwas nicht geht

Das ist der eigentliche Unterschied zwischen einem Kauf im Inserat und einem Kauf im Laden. Bei einem privaten Verkauf gibt es in der Regel keine Gewährleistung. Kommt das Spiel defekt an, bleibt die Diskussion an dir hängen.

Wir prüfen jedes Stück selbst, bevor es ins Regal kommt, und geben auf alles, was wir verkaufen, zwölf Monate Garantie und dreissig Tage Rückgaberecht. Die Details stehen auf Garantie. Das ist kein Marketingsatz, sondern der Grund, warum wir jedes Gerät und jedes Spiel überhaupt anfassen, bevor wir es anbieten.

Siebtens, kauf das Spiel, nicht die Nostalgie

Der häufigste Fehlkauf ist kein technischer. Es ist der Titel, den man mit vierzehn geliebt hat, drei Abende spielt und dann nie wieder anschaut. Das ist kein Drama, es kostet nur Geld und Platz.

Ein guter Test ist die Frage, ob du das Spiel spielen willst oder ob du es besitzen willst. Beides ist legitim, aber es sind zwei verschiedene Käufe. Wenn es ums Besitzen geht, nimm die vollständige Fassung, die hält den Wert. Wenn es ums Spielen geht, tut es das lose Modul genauso und du sparst deutlich.

Und wenn du selbst noch welche hast

Die meisten, die gebrauchte Spiele kaufen, haben zuhause selbst eine Kiste davon. Wenn du wissen willst, was deine alten Titel und Konsolen heute noch bringen, beschreibst du sie in ein paar Klicks auf Verkaufen, Fotos brauchst du keine. Deinen Preis siehst du sofort, ohne Wartezeit. Der Versand ist für dich kostenlos, und du entscheidest erst, wenn du die Zahl gesehen hast. Was heute im Shop steht, kam genau so zu uns.

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